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ANIMAN  |  Nr. 158 Juni-July 2010  |



Nupur, Island, 17. April 2010. Ein aktiver Vulkan macht uns mit seinem Ascheregen bewusst, wie anfällig wir sind. (Keystone)

Der Ausbruch des Eyjafjalla-Vulkans: Lichtblicke unter der Aschewolke

WIESO DIESES AUSMASS?
Das ist die Frage all jener, die miterlebt haben, wie die europäischen Lufträume wegen einer Vulkanaschewolke gesperrt werden mussten. Das kleine Island zeigte der ganzen Welt, wie rasch unser System an seine Grenzen stösst.Angesichts der Naturgewalten kann die beste Software nichts ausrichten, sie kann höchstens die unkontrollierbare Bewegung einer Lava-Aschewolke feststellen, die von den Winden unaufhaltsam zu einem dicht bevölkerten Kontinent hinüber getragen wird. Allen ist dabei bewusst geworden, wie anfällig wir sind.

ES WAR ABER SCHON IMMER SO: NICHTS IST STÄRKER ALS DIE NATUR.
In der ersten Jahreshälfte von 2000 haben wir in einer Animan-Ausgabe bereits auf extreme Naturereignisse hingewiesen,die sich in diesen Jahren ereignet hatten.Der Titel hiess schlicht: »Unwetter, Orkane, Wirbelstürme, Erdbeben, Überschwemmungen,Vulkanausbrüche – Sondernummer Naturgewalten«.Und bereits da begegnete man der wachsenden Besorgnis einer Öffentlichkeit, die durch die Kraft der aus aller Welt kommenden spektakulären Bilder aufgerüttelt wurde.

DIE SENSIBILISIERTE ÖFFENTLICHKEIT INTERESSIERT SICH FÜR DIE NATUR.
Die Umwelt, das Bedürfnis, auf der Erde eine bestimmte Realität, eine gewisse Sicherheit und sogar eine gewisse Harmonie zu bewahren ist zu einem vorrangigen Anliegen geworden, das in jedem Bereich, ob Wirtschaft, Politik oder sogar in der Religion mehr und mehr in den Vordergrund tritt. Pragmatismus ist angesagt, und überall werden Schritte unternommen, um der Notwendigkeit gerecht zu werden, mit unserer Funktionsweise ein natürliches Gleichgewicht zu bewahren.

ES GIBT SCHUTZMODELLE,WIR STELLEN SIE IHNEN VOR.
Da ist zum Beispiel der Jiuzhaigou Nationalpark in Tibet, wo sich chinesische Braupaare mit Vorliebe ablichten lassen. Unser Reporter hat dort eine unversehrte Natur vorgefunden – denn das Gebiet wurde durch Holzstege erschlossen, die seiner Schönheit keinen Abbruch tun. Dasselbe gilt für die Antarktis, wo man den Tourismus reglementierte, und für das Gavial-Schutzprojekt am Ganges. Überall richten sich die Blicke auf das,was es zu schützen gilt, auch unser Klima natürlich, das man vom Jungfraujoch aus sehr genau verfolgt. Überall sind Menschen am Werk, um unsere Zukunft zu bewahren. Ihnen ist diese Ausgabe gewidmet.
thierry.peitrequin@animan.ch

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